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Wie funktioniert eigentlich Kanban?

Mit diesem Artikel möchte ich dich kurz & knackig in den Kanban-Prozess einführen, ohne dass wir uns zu sehr an Details aufhalten.

Kanban lebt von der Visualisierung. Basis für die Visualisierung ist das Taskboard auf dem alle Aufgabe angeheftet oder aufgeklebt werden, je nachdem welche Materialien zum Einsatz kommen.

Kanban schreibt dir nicht vor, wie du dein Taskboard genau darstellt. Du kannst also z. B. die Anzahl an Spalten und deren Beschriftungen frei wählen. Der Kanban-Prozess verläuft immer von links nach rechts, das musst du im Hinterkopf haben, wenn du die Spalten zeichnest und beschriftest.

In der Regel ist die erste linke Spalte der Sammelbehälter für alle Aufgaben. Dieser Behälter (Backlog) kann sich im Laufe der Zeit natürlich verändern und anpassen.

Wenn du vielleicht schon einige Erfahrungen mit Scrum gemacht hast, wird dir diese Art der Darstellung bekannt vorkommen. Auch in vielen Startups sieht man Whiteboards, Korkwände oder Glasscheiben mit allerlei Karten und Klebezettel (Post-it) bestückt.

Wo ist denn der entscheidende Unterschied zu Scrum?

Bei Scrum werden aus einem Produkt-Behälter (Product Backlog) einzelne Aufgaben entnommen und in einem Sprint-Backlog zusammengefasst, die dann in einem Sprint abgearbeitet werden. Bei Kanban gibt es keine Sprints, sondern es wird fortlaufend eine Karte (Aufgabe) durch den Prozess geschoben, bis die damit verbundene Aufgabe erledigt ist. Und wie du in anderen Artikeln noch lesen wirst, kann man sich auch ein Taskboard erstellen (das geht auch mit Tools wie Jira Software), wo man Karten wieder in eine vorhergehende Spalte verschieben kann.

Das von mir oben gezeichnete Taskboard enthalt in zwei Spalte noch sog. Unterspalten. Die sind ganz praktisch, um z. B. einen Eingang und einen Ausgang zu visualisieren. Der nachfolgende Prozessschritt wüsste, dass er sich eine Karte aus dem „out“ nehmen kann, wenn dort eine verfügbar ist. Aber auch hier sind deinen Fantasien keine Grenzen gesetzt. Was auch immer du mit Kanban umsetzen möchtest: Tue es einfach 🙂

Zum Schluss möchte ich noch die Nutzung von Kapazitäten ansprechen. Man kann an Spalten Zahlen schreiben, die eine Aussage dazu abgeben, wie viele Aufgaben (Karten) zur selben Zeit in der Spalte verweilen dürfen. In meiner Abbildung siehst du, dass sich maximal drei Karten in der Entwicklung und maximal zwei im Test befinden dürfen. Ist also eine Spalte voll, dann kann keine Aufgabe nachrücken. Alle vorgelagerten Prozesse müssen also in so einem Fall warten, bis eine Kapazität in einer Spalte frei wird.

 

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