a
HomeAgile VorgehensweisenWarum ich kein Freund von Zertifizierungen bin?

Warum ich kein Freund von Zertifizierungen bin?

Ich habe keine besonders positive Meinung zu Zertifikaten und Zertifizierungsstellen.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Zertifizierungen ein gutes Geschäftsmodell ohne verbindliche Aussagekraft sind.
Stelle dir vor, du müsstest deinen akademischen Abschluss alle zwei oder drei Jahre wiederholen, so wie es bei vielen Zertifizierungen der Fall ist. Eine Ausnahme ist z. B. das IAPM-Zertifikat, was oft als minderwertiger Ableger des IPMA gesehen wird.

Viele Zertifizierungen fragen „Wissen“ über MC-Fragen ab, nach Besuch eines zwei oder drei tätigen Seminars – mit einem Workload von vielleicht 15 Stunden.

Die Vergessenskurve von Prof. Ebbinghaus lehrt uns, dass es eine Woche dauert, bis wir wieder in 80% Unwissenheit angekommen sind. In meinen Augen ist es also effektiver sich jeden Tag ein wenig mit einem Thema zu beschäftigen, idealerweise als „Training on the Job“.

Die Chance, dass du einen Fleischermeister mit einem CPRE-Zertifikat als Anforderungsmanager einstellst, dürfte relativ unwahrscheinlich sein.

Für mich zählt gesunder Menschenverstand, der im Sinne der Kundenzufriedenheit die besten Methoden aus unterschiedlichen Vorgehensmodellen (klassisches, agiles oder hybrides Projektmanagement, Scrum, Design Thinking usw.) nutzt. Am Ende des Tages zählt nämlich nur, ob der Kunde vom abgelieferten Ergebnis begeistert ist.

Teile bitte diesen Inhalt mit:
Bewerte bitte den Inhalt
Keine Kommentare.

Hinterlasse doch ein Kommentar

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.